SPÄTWERK
1988-1999
Ab 1988 beginnt Erich Wilker zunehmend einen weiteren Schwerpunkt in seinem literarischen Werk zu finden. Er publiziert Bücher mit eigener Lyrik und Zeichnungen. Ausstellungen fanden in der Presse ( Homburg 1989 ) beißende Kritik, indem ihm Dilettantismus in der Ausführung der Farbe, Zeichnungen als „kauzig, knollige Figürchen, verschieden kostümiert, abgewertet wurden.

ERICH WILKER
SO
WIE SO
Edition Monika Beck, 1989,
50 Seiten mit Zeichnungen und "Neusyntaxer Lyrik"
___________________________________

ERICH WILKER
das & das
Edition Monika Beck, 1989.
Zeichnungen, Lyrik und Fotos von Erich Wilker, 32 Seiten
___________________________________

ERICH WILKER
besessener
als ich
Edition Monika Beck, 1989,
50 Seiten mit Zeichnungen und "Neusyntaxer Lyrik"
___________________________________

ERICH WILKER
100 plus 1 Texte
Krash Verlag 1988.
Wortschöpfungen, Dichtung und Lyrik von Erich Wilker 140 Seiten.
___________________________________
In den 90ziger Jahren wirkt seine Kunst ruhiger, auch gewinnt man den Eindruck, dass Raum für mehr Subjektivität entsteht. Vielfach bezieht er sich auch auf sein Jugendwerk und die NADA - Periode.
Erich Wilker kämpft nicht mehr verbissen, er wusste, dass sein Lebenswerk nicht mehr verstanden wird. Er wirkte innerlich zerbrochen, hatte keine Kraft mehr, sich gegen diese „Niederlage“ aufzubäumen, quält sich mit Selbstzweifeln, Traurigkeit und Depression. Er stirbt am 13.8.1999 in Köln, sein Grab war sehr schlicht und einfach.
Sein Sohn Andreas sicherte nach dem Tod mit einem enormen finanziellen und zeitlichen Aufwand die Unterbringung und Ordnung des ganzen Nachlasses. Hierbei wurden besonders die empfindlichen Papierarbeiten, das Jugendwerk, die NADA- Periode, die Hauptwerke und Spätwerke gesichert, geordnet und fotografisch festgehalten. Er ist vermutlich die erste Person, der die Bedeutung seines Vaters erkannte. Zum Verständnis half insbesondere eine besprochene Kassette von Erich Wilker, die sein Sohn 1995 zufällig im Nachlass gefunden hatte, in der Erich Wilker eine zeitgeschichtliche Betrachtung seiner Kunst selbst aufgezeichnet und besprochen hat. Ein wesentlicher Hinweis innerhalb dieser Aufzeichnung ist sein Vergleich mit Darstellungen des Naturraumes vergangener Jahrhunderte mit seiner Kunst. Wirklichkeit, also „Bäume/ Berge/ Seen/ Wälder“, wie es über Jahrtausende das Grundprinzip der Darstellung von Wirklichkeit in der Bildkunst war, stellt er in Bezug zu seiner neuen „Wirklichkeit“ und seiner konstruierten, abstrakten und eher wissenschaftlichen Bilderwelt. Er selbst sprach innerhalb seiner Kunst von einem neuen „ABC“ und von Mechanismen, die der Wissenschaft ähnlich sind.
______________________________
Zu den Infoseiten:
> HOME / STARTSEITE
> ÜBERSICHT
_______________________________
Wechselbilder oben:
Abb.1:
Erich Wilker 1991 " Ohne Titel" Kreide Pastell, Kreide auf Karton
Abb.2:
Erich Wilker 1991 " Ohne Titel" Pastell, Kreide auf Karton
Abb.3:
Erich Wilker Foto 1999 in Köln Seeberg
Abb.4:
Erich Wilker 1987 " Ohne Titel" Tempera und Ölgarbe auf Leinen
Abb.5:
Erich Wilker 1991 " Ohne Titel" Tusche auf Karton
Abb.6:
Erich Wilker Textinfo
Abb.7:
Erich Wilker 1989 " Ohne Titel" Tusche auf Karton
Abb.8-9:
Erich Wilker 1989, " Lyrik" aus "SO-WIE-SO"
Abb.10:
Erich Wilker 1991 " Ohne Titel" Pastell, Kreide auf Karton
Abb.11: Erich Wilker 1989 " Ohne Titel" Tempera, Tusche und Bleistift auf Bütten
Abb.12:
Erich Wilker 1989 " Ohne Titel" Tempera, Tusche und Bleistift auf Karton
Abb.13:
Erich Wilker 1989 " Seitenlagerie- Kompetenztreffer" Tusche auf Karton

