REVOLUSCHEN...
der NewcomerThron von Erich Wilker
Der NewcomerThron aus 1973 ist eines der beeindruckendsten Werke von Erich Wilker, das sein politisches Engagement als Bestandteil seiner Bildkunst deutlich macht:
Revoluschen, Macht, Geld, Konkurrenzausschaltung.
Der überdimensionierte Stuhl aus 4 Tonnen Beton greift die Begriffsbildungen, aktuelle Mode- und Schlagworte der Kunst und Zeit nach 1945 auf und führt sie, fragend an den Betrachter, ad absurdum:
Wo ist ein Platz, in dieser Zeit und Gesellschaft?
Erich Wilker 1973:
"Das Beharren auf Revolution bestehe zum erheblichen Teil nur aus Faszination einer entwicklungsgehemmten inneren Barriere, vor dem Stande heutigen Wissens. Die aus Vortagen sich merkantil und breit angelegten Schübe aus Indifferentismus, bürgerlichen Behaglichens oder Wehkleidens, reiner Reflexion von Relativitäten in der Kunst der Gegenwart, sind rein reaktionären Verhaltens und Mangel an Bemühung, ein Relikt feudaler Überheblichkeit."
Von dem 4 Tonnen schwerem Großobjekt hat Erich Wilker auch eine kleinere Version erstellt, die transportabel und in Ausstellungen oder Lesungen zum Einsatz kam. Ausgestellt
sehr oft auch mit dem von ihm benannten "Doppelhut" als Symbol einer offenen Diskussion und Gedankenaustausch.
Zitat von Erich Wilker:
Warum soll man nicht auch heute noch ein Großgemälde feiern wie vor hundert Jahren. Trotzdem geschehen die wichtigen Dinge dieses Jahrhunderts auf DIN A 4 Seiten!
Der NewcomerThron steht heute auch als Mahnmal über eine beispiellose, Jahrzehnte andauernde Geschichtsfälschung und linksideologische Ausgrenzung nichtkonformer Bildkunst nach 1975 in West- Deutschland.
Zur Zeit wird das Objekt leihweise über die Galerie Beck in Homburg ausgestellt.
Heute denkt sein Sohn Andreas an eine Ergänzung am Objekt, dem "newcomerThron" aus 1873. In seiner Vorstellung stehen Erich und Andreas, beide in lebensgroßen, dunklen Metall-Konstruktionen- Figuren, weitgehend realistisch. Sein Vater vor dem Thron sitzend-stehend, wie auf einigen Fotos, als Betrachter, fragend zur Welt, zurückhaltend, anschauend, mit Doppelhut. Hinter ihm, seitlich, Andreas, stehend, sein Arm und Hand auf die Schultern des Vaters gelegt, tröstend, anschauend mit Respekt und höchster Anerkennung.
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Wechselbilder oben:
Abb. 1: Erich Wilker 1974, Christian Weber Platz in Homburg mit Redaktionsleiter Fritz Heil.
Abb. 2:
Erich Wilker 1990 in Alicante, Spanien
Abb. 3-4: Newcomer Thron Erich Wilker 1973
Abb. 5: Textbild 2026 Andreas Wilker "Begründung neue Kunstform"
Abb. 6: Erich Wilker 1977, "Beuge ohne Grund", Tusche, Bleistift auf Bütten


