JUGEND & FRÜHWERK
Erste Zeichen-Malstudien 1943 - 1948

Zum Ende des 2. Weltkrieges 1943 - 1945 entstanden im Zuge einer Kinderlandverschickung nach Jugoslawien erste "Skizzenblätter".
Das Jugendwerk des 14-jährigen Erich Wilker zeigt bereits einen ausgezeichneten Beobachter und Zeichner, der hier, noch unbewusst, das Denken zeichnet. So versucht er nicht den Naturraum als perspektivischen Raum darzustellen. Die Fläche bleibt offen, das, was ihn bewegt und interessiert, wird hervorgehoben und zu einer Aussage gebracht.
Abb. links: Erich Wilker 1943
mit 14 Jahren in der Batschka,
Jugoslawien, mit Landbewohnerinnen

Kurz nach dem Ende des Weltkrieges beschließt Erich Wilker, freischaffender Künstler zu werden. Das Werk des 17-20 jährigen muss heute zum Frühwerk Post-Moderner Bildkunst nach 1945 genannt werden.
Das kleinformatige, vorwiegend gezeichnete Werk macht bereits seine Suche nach einer neuen Wirklichkeit in der Bildkunst deutlich. In vielen Studien "seziert" er die Kunst der Wegbereiter der Moderne, vornehmlich Cézanne, Matisse, Picasso und Kirchner.
Abb. links: Erich Wilker
1945 im KLV-Lager in Bayern
1960 beschreibt er in "Europa nach der Abstraktion" zu der NADA-Periode die Notwendigkeit, dass nach der gegenstandslosen Bildkunst eine neue Wirklichkeit in der Bildkunst gefunden werden muss.

