FÖRDERER

An dieser Stelle sei zuerst Gisela Wilker, seine Ehefrau genannt, die ihm jederzeit eine außergewöhnlich liebevolle und stützende Ehefrau und Mutter von 6 Kindern war. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre die Kunst von Erich und die spätere Sicherung der Kunst über Sohn Andreas nicht möglich gewesen.
.
Der Lebensweg von Erich Wilker und seinem Sohn Andreas ist skurril und bemerkenswert zugleich. Bereits mit 5 Jahren lernte Andreas unter der Leitung des Vaters Zeichnen und Malen im Atelier, machte mit 6 Jahren eine erste Ausstellung, später eine Lehre als Schaufenstergestalter. 1971 studierte er auf der Kunsthochschule Köln Kunst und Design.
Früh erkannte der Vater das Talent von Andreas, welches mit zunehmendem Misserfolg und geringer Anerkennung der Kunst des Vaters vom Vater mit Misstrauen und Konkurrenz begleitet war.
Zeit seines Lebens hat Erich Wilker das Kunsthaus seines Sohnes Andreas nicht besucht, welches 2001 mit der ersten Ausstellung bedeutender Künstler wie Picasso, Baselitz oder Beuys beachtliches öffentliches Interesse fand. Genannt sei insbesondere Hans van de Grinten, Gründer und Direktor des Beuys-Museums, dem mehrfachem Besuch und intensivem Gedankenaustausch mit Andreas im Erich Wilker Museum. Über die weitere Planung und Ausrichtung des Museums, über Kunst, Beuys und Themen zur Zeit.
IRONIE des Schicksals
Zu Lebzeiten von Erich Wilker hat Andreas die grundlegende Bedeutung seines Vaters nicht erkannt. Erst im Nachlass fand er eine Kassette, auf der Erich Wilker über grundsätzliche Fragen und Themen der Zeit und seiner Kunst spricht. Dort sprach er erstmals über "Wirklichkeit" in seiner neuen Kunst. Von einem grundlegend neuen "ABC" der Bildsprache. Er vergleicht dort seine Abstraktionen mit dem über Jahrtausende bestimmendem Prinzip von Wirklichkeit in der Kunst, also "Bäume, Berge, Seen und Wälder". Seine Kunst als eine neue Form, Wirklichkeit darzustellen.
Denken und Wissen als ein neues, bestimmende Element der Darstellung in der Bildkunst, entgegen der bisherigen Perspektive des Naturraumes. Teile dieser Aufzeichnung werden bald im Internet-Video abrufbar sein. Mit der weiteren Sicherung und Öffnung der gesamten Kunst öffnete sich seinem Sohn auch ein neues Verstehen, dem eigentlichem Sinn der Abstraktion des Naturraumes und die zeitliche Relevanz zu Cèzanne und Picasso.
Im Nachlass fand Andreas später eine Widmung, vom Vater an ihn geschrieben, wo er große Achtung und Respekt über seinen Sohn Andreas zum Ausdruck bringt.
Vermutlich hat Erich Wilker Zeit seines Lebens keinen Atemzug der Anerkennung mit seiner Kunst gefunden. In Diskussionen mit Andreas sprach er oft von seinem Bruder, Erwin, der einige Jahre älter, hochbegabt und intelligent, bereits mehrere Sprachen sprach, im Krieg 1945 gefallen ist. Erich sprach in Bewunderung, aber auch in Konkurrenz zu seinem Bruder. Vermutlich stand sein Bruder mit der außergewöhnlichen Begabung oft im Mittelpunkt. Erich musste in Erinnerung an seinem Bruder Erwin spontan weinen...
Später fällt sein enormer Wille und innerer Anspruch auf, die Dinge grundlegend zu begehen und zu verändern, sprach von einer Kunst für die kommenden 1000 Jahre. Aus heutiger Sicht hat er viele Entwicklungen der Post- Moderne im Frühwerk 1948-1962 um Jahrzehnte vorweg genommen, ohne diese Periode jemals auszustellen oder in monumentale Formate aufzuwerten. Weil, wie er sagte "nichts wirklich neu an ihr sei".
______________________________
Zu den Infoseiten:
> HOME / STARTSEITE
> ÜBERSICHT
_______________________________
Wechselbilder oben:
Abb. 1: Förderer Joseph van der Grinten, Beuys Museum Wikipedia
Abb. 2: Prof. Dr. Dieter Ronte, Leitung Kunstmuseum Bonn Wikipedia
Abb. 3: Kunsthistoriker Dr. Richard Kreidler, Foto Privatarchiv 2007
Abb. 4: Kunsthistoriker Dr. Alfons Biermann
Abb. 5: Direktor Landesmuseum Bonn,
Dr. Frank Günter Zehnder
Abb. 6-7: Andreas Wilker, Sohn, Hersteller über Filme, Bücher und Internetseiten
Abb. 8: Erich Wilker 1996, persönliche Widmung für Sohn Andreas
Abb. 9: Video Textbild "Erich Wilker"

